AUDIT Consulting

Die Finance- und Accounting-Abteilungen werden personell zunehmend kleiner. Trotz Outsourcing, d.h. der Abgabe von Aufgaben belasten Projektarbeiten – wie Sonderprojekte oder Jahresabschlussprüfungen – die eigenen Mitarbeiter neben dem „Alltagsgeschäft“ doch beträchtlich. Ein personeller Engpass oder ein nicht erwartetes Sonderprojekt wird dann oft zur Zerreißprobe für das eigene Finance-Team. Für anstehende Jahresabschlussprüfungen, interne Revisionsprüfungen, etc. kann die Beauftragung von spezialisierten Dienstleistern eine Lösung sein, welche situationsbedingt spezielle Aufgaben übernehmen. Diese können bspw. sein: Risk Screening: Ein erfahrener Wirtschaftsprüfer schaut sich im Vorfeld die Prüfungsfeststellungen des Vorjahres, aktuelle Konten, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht sowie die Prozesse und Kontrollen an und beurteilt auf dieser Basis, ob sich hieraus Prüfungsrisiken für das Unternehmen ergeben könnten. Entsprechende Abwehrstrategien sollten im Vorfeld der Prüfung vorliegen und besprochen sein. Sparring: Den Unternehmensvertretern bzw. dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss sind die Risiken bekannt, sie möchten jedoch eine zusätzliche objektive fachliche Beurteilung im Vorfeld der Abschlussprüfung und hieraus abgeleitet mögliche Lösungsstrategien. Fit4Audit: Mögliche Aufgaben sind, die Anleitung und Unterstützung der verschiedenen Fachbereiche im Zuge der Abschlusserstellung, Organisation und Archivierung der Prüfungsunterlagen gem. Anforderungsliste, Vorbereitung bilanzieller Stellungnahmen für wesentliche Sachverhalte, Implementierung wichtiger Schlüsselkontrollen, etc. Die möglichen Aufgaben sind vielfältig. Protect: Ein erfahrener Wirtschaftsprüfer validiert Anforderungen und Feststellungen während der Prüfung und entlastet hierdurch Mitarbeiter oder bereinigt „sog. Feststellungen“ bereits während der Prüfung. Auch hier lassen sich problemlos weitere Einsatzfelder aufzählen. Die möglichen Projekt- und Beratungsleistungen in diesem Bereich sind vielfältig. Der Nutzen für das Unternehmen sollte im Vorfeld klar herausgearbeitet und auf Grundlage der spezifischen Verhältnisse definiert...

Unternehmer-Tipp 2_Mehr (sinnvolle) Unternehmerzeit...

Viele Unternehmer klagen oftmals, dass Sie aufgrund der hohen operativen Beanspruchung keine Zeit haben, strategisch (mittel- bis langfristig) zu planen. Bei den kleinen Unternehmen existiert meist nicht einmal eine kurzfristige Planung für das kommende Jahr. Unserer Ansicht nach ist dies häufig ein Resultat falscher Prioritäten. Aber wie sollte der Unternehmer den seine Prioritäten setzen? Klare Antwort: „ es kommt darauf an“. Jedes Geschäftsmodell ist spezifisch und Bedarf daher eine Betrachtung des jeweiligen Einzelfalles. Nichtdestotrotz denken wir, dass die folgenden Schwerpunkte – vielleicht in unterschiedlicher Gewichtung – universell zutreffen sollten: Positionierung, Zielgruppe, Monetarisierung Ziele und Unternehmensplanung Systematisches Machen (Umsetzung des Plans zu 2, Kontrolle, Bewertung, Analyse, Anpassung des Plans) Systematisches Marketing und verkaufen Systematische Steuerung / Kontrolle des Unternehmens (Managementsystem, ausgerichtet am Bedarf der Zielgruppe zur Nutzenmaximierung) Hochwertige Netzwerke bilden (nach Bodo Schäfer „other people“) Persönlichkeit (als Spiegelbild des Unternehmens) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Exit Zu den Inhalten werden wir in den nächsten Newslettern mehr sagen, an dieser Stelle daher nur ein paar kurze Anmerkungen zu einigen Kategorien. Gerade Unternehmensgründer fokussieren sich zu Beginn viel zu stark auf eher unwichtige Details wie bspw. eine tolle Visitenkarte, super Büros mit Empfang, teure Webseiten, etc. Die Fragen nach Positionierung, Zielgruppenbestimmung und des zielgruppenspezifischen Marketings und Verkaufs spielen eher eine untergeordnete Rolle. Die tolle Webseite oder Visitenkarte wird es schon richten… Konsequenz ist meist, dass das Marketing und die Verkaufsbemühungen ohne Sinn und Verstand meist sehr teuer werden, jedoch nicht die erhofften Wirkungen entfachen. Die Streuung der Marketinginitiativen ist dadurch meist viel zu groß und die fehlende Positionierung entfacht zudem zu wenig Anziehungskraft. Die fehlende Kunden- und somit Verkaufsperspektive zieht sich dann fort in fleißig entwickelten Ideen, Produkten und/oder Leistungen...

Unternehmer-Tipp Nr. 1_Nachfolgeplanung...

Schaut man sich aktuelle Presseberichte in Zeitungen oder TV an, wird regelmäßig die kurz- bis mittelfristig erwartete  hohe Anzahl an Unternehmensübergaben thematisiert. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berichtet in ihrem Artikel vom 27.02.2017, dass der Anteil der über 60 jährigen Unternehmer seit dem Jahr 2002 sich mit 22% nahezu verdoppelt hat. Dies deutet u.a. darauf hin, dass sich Unternehmer immer schwerer damit tun, ihr „Lebenswerk“ weiter zu geben. Aber was könnten Möglichkeiten sein, um diesem Trend auf Unternehmerseite entgegen zu wirken? Nachstehend möchten wir Ihnen ein paar Impulse zum Nachdenken mit auf den Weg geben: Das richtige „Mindset“ Wie heißt es so schön, „Sie bekommen immer genau das, auf das Sie Ihre Aufmerksamkeit richten“! Unternehmen sind regelmäßig komplex in Bezug auf die Vielzahl an persönlichen und sachlichen Beziehungen, Zusammenhängen, den makroökonomischen und betrieblichen Einflussfaktoren und vielem mehr. Aufgrund dessen ist der Faktor Zeit oft eine entscheidende Stellgröße, ob ein Verkauf gelingen kann oder nicht. Oft hört man, es fehlt einfach die Zeit sich bereits frühzeitig mit dem Verkauf des eigenen Unternehmens zu beschäftigen. So wird dieser letzte Akt in einem Unternehmerdasein, dann wirklich erst „auf den letzten Metern“ angegangen. Viele Unternehmer beschäftigen sich in ihrem ganzen aktiven Unternehmerleben nie mit dem „EXIT“, erwarten dann aber am Schluss desgleichen einen schnellen und vor allem finanziell lukrativen Verkauf. Es sollte einleuchtend sein, dass der Verkauf einer langfristigen Planung bedarf! Das ist nicht nur sachlich, sondern auch emotional enorm hilfreich. Wie langfristig muss die Verkaufsplanung denn nun sein? Stefan Merath („der Unternehmercoach“) bspw. sagt, die EXIT-Planung ist eine permanente Unternehmeraufgabe! Unter diesem Aspekt lässt sich die Verkaufsplanung mindestens in zwei Phasen einteilen. Einer visionär strategischen Dauerplanung sowie einer Verkaufsplanung im engeren Sinne. Bei der visionären strategischen Dauerplanung sollte man sich bereits frühzeitig Gedanken über die „Zielgruppe“...

Restrukturierung

Die Restrukturierungsberatung zählt sicherlich zu den anspruchsvollsten Beratungsfeldern in der Unternehmensberatung. Neben den betriebs- und finanzwirtschaftlichen sowie rechtlichen Fragestellungen besteht in Krisensituationen oft ein enormer Zeit- und Erwartungsdruck von Seiten der Share- und Stakeholder. In der Regel, sofern nicht ein entsprechend großes Beratungshaus alle Leistungen aus einer Hand bietet, können mehrere verschiedene Berater engagiert sein. In der Regel Unternehmens- bzw. Strategieberater, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Meistens findet der „Berater“ eine Situation vor, in der er zwischen den Parteien, auf der einen Seite die Unternehmensleitung bzw. dem bereits implementierten CRO (Chief Restructuring Officer) und anderseits oft mit den Vertreter von Banken vermitteln muss. Zum Schluss der Beratung erwartet der Auftraggeber bzw. die „Bank“ dann ein Sanierungskonzept. Es ist während des Prozesses der Erstellung darauf zu achten, sich regelmäßig mit den beteiligten Parteien abzustimmen. Je nach Unternehmensgröße wird in der Regel von den Auftraggebern bzw. den Banken dann ein IDW S 6 Konzept beansprucht bzw. bei kleineren Unternehmen wird auf oft ein Konzept in „Anlehnung“ an den Standard als ausreichend erachtet. Letztendlich entscheidet hier auch die Kostenfrage. Der IDW S 6 ist zwar sehr ausführlich, dennoch hatten sich in der praktischen Anwendung nicht selten Fragen ergeben, die im Standard selbst leider nicht beantwortet wurden. Beispielsweise wie mit kleinen und Kleinst-Unternehmen zu verfahren ist. Erfreulicherweise gibt es nun seit dem 22.08.2016 ein „F & A“ des IDW zum dem IDW S 6. Hier werden eine Vielzahl von Fragen beantwortet, die die praktische Anwendung des Standards erleichtern sollen. Für alle Praktiker ein zusätzliches Hilfsmittel, um in der hektischen Phase der Restrukturierung mit kühlem Kopf die richtigen Entscheidungen zu...