Anpassungsvorschlag GoBD_Nr. 3 vom 7.12.2017...

Verschiedene Wirtschaftsverbände haben eine zeitnahe Anpassung der GoBD (Stand 14.11.2014) in einem gemeinsam verfassten Schreiben an das BMF vom 7.12.2017 als dringend notwendig eingefordert. Ziel ist es, eine zügige praxisgerechte Anpassung zu erwirken und hierdurch u.a. die fortschreitende Digitalisierung zu unterstützen: Kritikpunkt/Anpassungsvorschlag Nr. 3 Eingrenzung der GoBD relevanten Daten Unsicherheit besteht gemäß dem Brief der Wirtschaftsverbände in der Praxis über den Begriff der in den GoBD beschriebenen Umfangs der aufzuzeichnenden und aufzubewahrenden Unterlagen: „alle Unterlagen bzw. Daten, die außersteuerlichen und steuerlichen Aufzeichnungs- und Aufbewahrungsvorschriften unterliegen oder die zum Verständnis und zur Überprüfung der für die Besteuerung gesetzlich vorgeschriebenen Aufzeichnungen im Einzelfall von Bedeutung sind“ Gefordert wird eine beispielhafte Auflistung der notwendigen Unterlagen und Daten als Orientierungshilfe sowie die Möglichkeit einer kostenlosen verbindlichen Auskunft in Zweifelsfällen.                             Über KANZLEI OLIVER PRINCIPE, Tamm/Ludwigsburg Mit drei Gesellschaften in der Region erbringen wir Kanzlei- als auch projektbezogene Leistungen im Bereich der Managed Services (Buchhaltung, Löhne, Abschlusserstellung, Fertigung von Steuererklärungen) und Consulting (Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung) Unsere Kernkompetenzen bestehen in der Finanzprozess- (IKS, SoX, GoBD) und Compliance-Beratung (Accounting, TAX).   Disclaimer Unsere Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und geprüft. Aufgrund neuer Gesetze oder Verordnungen ergeben sich jedoch im Zeitablauf Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit unserer Angaben...

Anpassungsvorschlag GoBD_Nr. 2 vom 7.12.2017...

Verschiedene Wirtschaftsverbände haben eine zeitnahe Anpassung der GoBD (Stand 14.11.2014) in einem gemeinsam verfassten Schreiben an das BMF vom 7.12.2017 als dringend notwendig eingefordert. Ziel ist es, eine zügige praxisgerechte Anpassung zu erwirken und hierdurch u.a. die fortschreitende Digitalisierung zu unterstützen:   Kritikpunkt/Anpassungsvorschlag Nr. 2 Anforderungen an das mobile scannen   Gemäß den GoBD in Rz 136 soll das Verfahren des Scanvorgangs, also die Umwandlung eines Papierbelegs in einen elektronischen Beleg, dokumentiert werden. In einer Organisationsanweisung soll – abhängig von der Komplexität und Diversifikation der Geschäftstätigkeit und der Organisationsstruktur des Unternehmens – u.a. folgendes geregelt sein: Wer scannen darf Zu welchem Zeitpunkt gescannt wird Welches Schriftgut gescannt wird Ob eine bildliche oder inhaltliche Übereinstimmung mit dem Original erforderlich ist Die vorzunehmende Qualitätskontrolle Protokollierung von Fehlern   Die Wirtschaftsverbände erachten dies als zum Teil überbordende Anforderung an den Scanvorgang bzw. -prozess mit erheblichen Umsetzungsschwierigkeiten in der betrieblichen Praxis. Insbesondere in Bezug auf das mobile scannen ist eine praxisgerechte Anpassung notwendig.             Über KANZLEI OLIVER PRINCIPE, Tamm/Ludwigsburg Mit drei Gesellschaften in der Region erbringen wir Kanzlei- als auch projektbezogene Leistungen im Bereich der Managed Services (Buchhaltung, Löhne, Abschlusserstellung, Fertigung von Steuererklärungen) und Consulting (Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung) Unsere Kernkompetenzen bestehen in der Finanzprozess- (IKS, SoX, GoBD) und Compliance-Beratung (Accounting, TAX).   Disclaimer Unsere Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und geprüft. Aufgrund neuer Gesetze oder Verordnungen ergeben sich jedoch im Zeitablauf Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit unserer Angaben...

Anpassungsvorschlag GoBD_Nr. 1 vom 7.12.2017...

Verschiedene Wirtschaftsverbände haben eine zeitnahe Anpassung der GoBD (Stand 14.11.2014) in einem gemeinsam verfassten Schreiben an das BMF vom 7.12.2017 als dringend notwendig eingefordert. Ziel ist es, eine praxisgerechte zeitnahe Anpassung zu erwirken und hierdurch u.a. die fortschreitende Digitalisierung zu unterstützen: Kritikpunkt/Anpassungsvorschlag Nr. 1 Anwendungsbereich der Regelung zum Scanvorgang nach den GoBD Unsicherheit besteht bei Unternehmen gemäß der Stellungnahme der Wirtschaftsverbände darüber, welche tatsächlichen Vorgänge noch als „Elektronische Erfassung von Papierbelegen“ gemäß den GoBD Rz 130, 136 ff zu werten sind. Speziell wurden zwei Sachverhalte erläutert: Das mobile scannen von Belegen durch Mitarbeiter bspw. auf Dienstreisen (auch im Ausland). Hierbei werden mittels Smartphones oder Tablets bspw. Taxiquittungen, Hotelrechnungen, etc. zeitnah gescannt und medienbruchfrei in die IT des Arbeitgebers übertragen. Unsicherheit besteht hierüber, ob der Vorgang als „elektronische Erfassung von Papierbelgen“ gewertet werden kann (entsprechend GoBD Rz. 136 ff) und eine Vernichtung des Papierbelegs ermöglicht. Scannen an stationären Multifunktionsgeräten in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers. Hierbei werden Papierbelege durch den Mitarbeiter gescannt und als PDF per eMail zur Kontrolle an den Mitarbeiter versandt. Nach erfolgter Kontrolle wird der Beleg per eMail an die Buchhaltung bzw. Reisekostenerfassung bzw. in dessen Systeme übergeben. Bei diesem Vorgang wird der Beleg nach dem scannen nicht direkt in das IT System eingespeist, sondern zunächst durch den Mitarbeiter kontrolliert und evtl. an die Buchhaltung versandt.             Über KANZLEI OLIVER PRINCIPE, Tamm/Ludwigsburg Mit drei Gesellschaften in der Region Ludwigsburg erbringen wir Kanzlei- als auch projektbezogene Leistungen im Bereich der Managed Services (Buchhaltung, Löhne, Abschlusserstellung, Fertigung von Steuererklärungen) und Consulting (Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung) Unsere Kernkompetenzen bestehen in der Finanzprozess- (Fast-Close, KPI-Implementierung und Steuerung, IKS, SoX, GoB/D) und Compliance-Beratung (Accounting, TAX).  Disclaimer Unsere Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und geprüft. Aufgrund neuer Gesetze oder Verordnungen ergeben sich...

Unternehmer-Tipp 2_Mehr (sinnvolle) Unternehmerzeit...

Viele Unternehmer klagen oftmals, dass Sie aufgrund der hohen operativen Beanspruchung keine Zeit haben, strategisch (mittel- bis langfristig) zu planen. Bei den kleinen Unternehmen existiert meist nicht einmal eine kurzfristige Planung für das kommende Jahr. Unserer Ansicht nach ist dies häufig ein Resultat falscher Prioritäten. Aber wie sollte der Unternehmer den seine Prioritäten setzen? Klare Antwort: „ es kommt darauf an“. Jedes Geschäftsmodell ist spezifisch und Bedarf daher eine Betrachtung des jeweiligen Einzelfalles. Nichtdestotrotz denken wir, dass die folgenden Schwerpunkte – vielleicht in unterschiedlicher Gewichtung – universell zutreffen sollten: Positionierung, Zielgruppe, Monetarisierung Ziele und Unternehmensplanung Systematisches Machen (Umsetzung des Plans zu 2, Kontrolle, Bewertung, Analyse, Anpassung des Plans) Systematisches Marketing und verkaufen Systematische Steuerung / Kontrolle des Unternehmens (Managementsystem, ausgerichtet am Bedarf der Zielgruppe zur Nutzenmaximierung) Hochwertige Netzwerke bilden (nach Bodo Schäfer „other people“) Persönlichkeit (als Spiegelbild des Unternehmens) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Exit Zu den Inhalten werden wir in den nächsten Newslettern mehr sagen, an dieser Stelle daher nur ein paar kurze Anmerkungen zu einigen Kategorien. Gerade Unternehmensgründer fokussieren sich zu Beginn viel zu stark auf eher unwichtige Details wie bspw. eine tolle Visitenkarte, super Büros mit Empfang, teure Webseiten, etc. Die Fragen nach Positionierung, Zielgruppenbestimmung und des zielgruppenspezifischen Marketings und Verkaufs spielen eher eine untergeordnete Rolle. Die tolle Webseite oder Visitenkarte wird es schon richten… Konsequenz ist meist, dass das Marketing und die Verkaufsbemühungen ohne Sinn und Verstand meist sehr teuer werden, jedoch nicht die erhofften Wirkungen entfachen. Die Streuung der Marketinginitiativen ist dadurch meist viel zu groß und die fehlende Positionierung entfacht zudem zu wenig Anziehungskraft. Die fehlende Kunden- und somit Verkaufsperspektive zieht sich dann fort in fleißig entwickelten Ideen, Produkten und/oder Leistungen...

Unternehmer-Tipp Nr. 1_Nachfolgeplanung...

Schaut man sich aktuelle Presseberichte in Zeitungen oder TV an, wird regelmäßig die kurz- bis mittelfristig erwartete  hohe Anzahl an Unternehmensübergaben thematisiert. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berichtet in ihrem Artikel vom 27.02.2017, dass der Anteil der über 60 jährigen Unternehmer seit dem Jahr 2002 sich mit 22% nahezu verdoppelt hat. Dies deutet u.a. darauf hin, dass sich Unternehmer immer schwerer damit tun, ihr „Lebenswerk“ weiter zu geben. Aber was könnten Möglichkeiten sein, um diesem Trend auf Unternehmerseite entgegen zu wirken? Nachstehend möchten wir Ihnen ein paar Impulse zum Nachdenken mit auf den Weg geben: Das richtige „Mindset“ Wie heißt es so schön, „Sie bekommen immer genau das, auf das Sie Ihre Aufmerksamkeit richten“! Unternehmen sind regelmäßig komplex in Bezug auf die Vielzahl an persönlichen und sachlichen Beziehungen, Zusammenhängen, den makroökonomischen und betrieblichen Einflussfaktoren und vielem mehr. Aufgrund dessen ist der Faktor Zeit oft eine entscheidende Stellgröße, ob ein Verkauf gelingen kann oder nicht. Oft hört man, es fehlt einfach die Zeit sich bereits frühzeitig mit dem Verkauf des eigenen Unternehmens zu beschäftigen. So wird dieser letzte Akt in einem Unternehmerdasein, dann wirklich erst „auf den letzten Metern“ angegangen. Viele Unternehmer beschäftigen sich in ihrem ganzen aktiven Unternehmerleben nie mit dem „EXIT“, erwarten dann aber am Schluss desgleichen einen schnellen und vor allem finanziell lukrativen Verkauf. Es sollte einleuchtend sein, dass der Verkauf einer langfristigen Planung bedarf! Das ist nicht nur sachlich, sondern auch emotional enorm hilfreich. Wie langfristig muss die Verkaufsplanung denn nun sein? Stefan Merath („der Unternehmercoach“) bspw. sagt, die EXIT-Planung ist eine permanente Unternehmeraufgabe! Unter diesem Aspekt lässt sich die Verkaufsplanung mindestens in zwei Phasen einteilen. Einer visionär strategischen Dauerplanung sowie einer Verkaufsplanung im engeren Sinne. Bei der visionären strategischen Dauerplanung sollte man sich bereits frühzeitig Gedanken über die „Zielgruppe“...

Mandanten-Merkblatt_Reisekosten Jun22

Mandanten-Merkblatt_Reisekosten...

DISCLAIMER Bei diesem Merkblatt handelt es sich um aktuelle Hinweise für das Gespräch in der Kanzlei. Das Merkblatt kann und soll keine detaillierte Besprechung ersetzen.   Alle Beiträge sind nach bestem Wissen erstellt. Eine Haftung für den Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden.  _________________________________________________________________________________________________________________________________ Reisekosten sind Aufwendungen, die bei beruflich oder betrieblich bedingten Reisen anfallen. Bei der Frage wie diese Kosten steuerlich zu behandeln sind, gibt es häufig Unsicherheiten. In diesem Mandanten-Merkblatt zeigen wir Ihnen anhand kurzer Erläuterungen und praktischer Tipps den richtigen Umgang mit diesen Kosten auf.   I.    Generelles zu Reisekosten Reisekosten eines Arbeitnehmers sind seine Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, die Über-nachtungskosten und Reisenebenkosten (Einzelheiten s. unten). Dabei wird nicht unterschieden zwischen einer Dienstreise, einer Fahrtätigkeit oder einer Einsatzwechseltätigkeit (z. B. bei Bau- oder Montagearbeiten). Entstehen bei der Auswärtstätigkeit Reisekosten, ist zu unterscheiden, ob die Reisekosten vom Arbeitgeber erstattet werden oder Sie die Reisekosten (zum Teil) selbst tragen. Im letzteren Fall können Sie diese als Werbungskosten bei der Einkommensteuererklärung (Anlage N) geltend machen. Reisekosten fallen für den Unternehmer anlässlich einer Geschäftsreise an. Eine solche liegt vor, wenn der Gewerbetreibende oder Freiberufler vorübergehend außerhalb seiner Wohnung bzw. seiner Betriebsstätte tätig wird. In diesem Fall sind alle die Aufwendungen, wie sie auch beim Arbeitnehmer anfallen können, Betriebsausgaben. II. Diese Kosten können Sie absetzen 1. Fahrtkosten Fahrtkosten sind die Aufwendungen, die durch die persönliche Benutzung eines Beförderungsmittels (z. B. eigener Pkw, angemieteter Pkw) entstehen. Werden fremde Verkehrsmittel genutzt (Bus, Taxi, Bahn, Flugzeug, Schiff), ist der entrichtete Fahrpreis anzusetzen. Hinweis: Die Ausgaben für eine Bahncard können angesetzt werden, wenn sich die Fahrtkosten für alle Auswärtstätigkeiten eines Jahres mindestens in Höhe der Kosten der Bahncard tatsächlich verringern. Fahren Sie mit dem eigenen Fahrzeug, können Sie die Fahrtkosten mit den pauschalen Kilometersätzen (z. B. 0,30 € pro gefahrenem Kilometer beim Pkw)...

Mandanten-Merkblatt_Bewirtung Jun22

Mandanten-Merkblatt_Bewirtung...

DISCLAIMER Bei diesem Merkblatt handelt es sich um aktuelle Hinweise für das Gespräch in der Kanzlei. Das Merkblatt kann und soll keine detaillierte Besprechung ersetzen.   Alle Beiträge sind nach bestem Wissen erstellt. Eine Haftung für den Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden.  _______________________________________________________________________________________________________________________ Bewirtungskosten sind Aufwendungen für die geschäftlich veranlasste Beköstigung von Personen, die nur in Höhe von 70 % der angemessenen Aufwendungen bei entsprechendem gesetzlich normiertem Nachweis und bei Einhaltung bestimmter Aufzeichnungspflichten als Betriebsausgaben abgezogen werden können. I.    Allgemeines Die Bewirtungskosten stehen im Spannungsfeld zwischen nicht abzugsfähigen Kosten der allgemeinen Lebensführung und betrieblich bzw. beruflich veranlassten Kosten, die als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar sind. Entscheidend für einen Abzug sind insbesondere folgende Kriterien: die Veranlassung der Bewirtung, wer bewirtet wird und ob die Bewirtungskosten angemessenen sind. Außerdem sind grundsätzlich der Nachweis mittels ordnungsgemäßer Rechnung sowie eine gesonderte Aufzeichnung (Ausnahme: Arbeitnehmer) erforderlich. In vier Schritten lässt sich prüfen, ob bzw. welche Bewirtungskosten abziehbar sind: Schritt: Handelt es sich um betrieblich oder beruflich veranlasste Kosten? Für private Aufwendungen ist ein Abzug von vornherein ausgeschlossen. Schritt: Ist die Bewirtung „geschäftlich“ (z. B. bei Bewirtung von Geschäftsfreunden) oder „allgemein betrieblich“ veranlasst (z. B. bei Arbeitnehmern)? Im ersten Fall dürfen die angemessenen Kosten nur zu 70 % abgezogen werden. Schritt: Sind die Kosten angemessen? Unangemessen hohe Kosten sind aufzuteilen, in einen nicht angemessenen und damit nicht abziehbaren Teil und in einen angemessenen Teil (vgl. hierzu auch Schritt 2). Schritt: Wurden die Höhe und die geschäftliche Veranlassung der Bewirtung ordnungsgemäß nachgewiesen? Und bei Betriebsausgaben: Wurden die Kosten ordnungsgemäß aufgezeichnet? II.  Bewirtungskosten als Betriebsausgaben 1.    Bewirtung von Geschäftsfreunden Die Bewirtung von Geschäftsfreunden ist geschäftlich und folglich betrieblich veranlasst, wenn sie der Geschäfts­beziehung dient bzw. eine solche gerade aufgebaut werden soll. Darunter fällt die Bewirtung der folgenden Personen: Kunden bzw. potenzielle Kunden, Lieferanten, Handelsvertreter,...

Mandanten-Merkblatt_Geschenke Jun22

Mandanten-Merkblatt_Geschenke...

DISCLAIMER Bei dem Merkblatt handelt es sich um allgemeine Hinweise für das Gespräch in der Kanzlei. Das Merkblatt kann und soll keine detaillierte Besprechung ersetzen.   Alle Beiträge sind nach bestem Wissen erstellt. Eine Haftung für den Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden.  ____________________________________________________________________________________________________________________________________ Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – und stärken die Kundenbeziehungen. Damit sich auch tatsächlich Ihre Kunden freuen und nicht der Fiskus, erfahren Sie in diesem Mandanten-Merkblatt, unter welchen Voraussetzungen Geschenke für den Beschenkten steuerfrei sind und was Sie als Unternehmer beachten müssen, damit die Geschenke als Betriebsausgaben abgezogen werden können. I.    Einkommensteuer 1.    Übersicht Der Abzug von Geschenken ist steuerlich sehr begrenzt: Die Geschenke müssen betrieblich bzw. beruflich veranlasst sein. Selbst betrieblich veranlasste Geschenke an Personen, die keine Arbeitnehmer sind, dürfen nur abgezogen werden, wenn sie pro Jahr und Empfänger bei max. 35 € liegen (Freigrenze; vgl. Kap. I. 4.). Auch wenn diese beiden Punkte erfüllt sind, scheitert der Abzug, wenn die Geschenkaufwendungen nicht einzeln und getrennt aufgezeichnet worden sind. 2.    Geschenke: Gegenstand und Begriff Geschenke sind alle unentgeltlichen Zuwendungen, die nicht als Gegenleistung für bestimmte Leistungen des Empfängers gedacht sind und auch nicht in unmittelbarem zeitlichen oder wirtschaftlichen Zusammenhang mit solchen Gegenleistungen stehen. Da die Zuwendung für den Beschenkten einen wirtschaftlichen Vorteil darstellen muss, fallen bloße Annehmlichkeiten, die den Empfänger nicht bereichern, nicht unter die Abzugsbeschränkung. Beispiele: Meistens handelt es sich bei den Geschenken um Geld- oder Sachzuwendungen – auch in Form von Geschenkgutscheinen – im Rahmen der allgemeinen Kundenpflege, z. B. zu Weihnachten oder zu Geburtstagen. Darüber hinaus können Dienstleistungen verschenkt werden. Gleiches gilt für Warenproben, wenn sie nicht im Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäftsabschluss stehen. Gegenbeispiele: Werbeprämien zählen nicht zu den Geschenken, sondern stellen eine Gegenleistung für eine Vermittlungstätigkeit dar. Auch Zugaben, die zusätzlich zu einer gekauften Ware „geschenkt“...

Mandanten-Information_Juni Juli_2017 Jun21

Mandanten-Information_Juni Juli_2017...

DISCLAIMER Hierbei handelt es sich um aktuelle Hinweise für das Gespräch in der Kanzlei. Die Information kann keine detaillierte Besprechung ersetzen.   Alle Beiträge sind nach bestem Wissen erstellt. Eine Haftung für den Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden.  ___________________________________________________________________________________________________________________________________ Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant, nachfolgend haben wir in dieser Ausgabe wieder aktuelle Urteile und Neuerungen aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht für Sie zusammengestellt. Unternehmer Bürokratieentlastung beschlossen Der Bundesrat hat am 12.5.2017 dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz zugestimmt. Damit wird u. a. – rückwirkend zum 1.1.2017 – die Grenze für Kleinbetragsrechnung auf 250 € (brutto) erhöht. Hintergrund: Ein Schwerpunkt des Gesetzes ist der Abbau bürokratischer Vorschriften im Steuerrecht. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Thema Digitalisierung. Die wesentlichen steuerlichen Maßnahmen im Einzelnen: Die Grenze für Kleinbetragsrechnungen wird von 150 € auf 250 € angehoben. Damit wird eine Vereinfachung insbesondere bei der Abrechnung von kleinen Barumsätzen umgesetzt, da Kleinbetragsrechnungen nicht sämtliche Angaben einer gewöhnlichen Rechnung beinhalten müssen. So kann z. B. auf die Angabe zum Leistungsempfänger, die Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID des leistenden Unternehmers, eine Rechnungsnummer sowie die Angabe zum Zeitpunkt der ausgeführten Leistung verzichtet werden. Hinweis: Kleinbetragsrechnungen müssen folgende Pflichtangaben enthalten: den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers, das Ausstellungsdatum, die Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung und das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt. Weiterhin wird durch das Gesetz die durchschnittliche Tageslohngrenze für eine Pauschalierung der Lohnsteuer mit 25 % bei kurzfristig beschäftigten Arbeitnehmern an den Mindestlohn angepasst. Die Grenze zur Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen für Vierteljahresanmeldungen wird von 4.000 € auf 5.000 € angehoben. Für Wirtschaftsgüter, für die...

Corporate Governance im Mittelstand...

Allgemein subsumiert man unter dem Begriff „Corporate Governance“ (CG) eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Hierbei zählt das eingerichtete (rechnungslegungsbezogene) interne Kontrollsystem („IKS“) neben dem Compliance Managementsystem, Risikomanagementsystem und Revisionssystem zu den integralen Bestandteilen einer guten CG. Das interne rechnungslegungsbezogene Kontrollsystem kann in sechs Grundelemente (Kontrollumfeld, IKS Ziele, Risikobeurteilung, Kontrollaktivitäten, Information & Kommunikation, Überwachung) eingeteilt werden. Die Kontrolle & Überwachung lässt sich hierbei in prozessunabhängige und prozessintegrierte Maßnahmen einteilen (siehe hierzu IDW PS 261). Ein angemessenes und funktionsfähiges rechnungslegungsbezogene IKS kann in der Regel die nachfolgenden positiven Effekte haben: Ordnungsgemäße und verlässlichere Finanzinformationen durch vollständige und richtige Abschlüsse und Lageberichte Erhöhung der Effizienz der betrieblichen Abläufe aufgrund der detaillierten Dokumentation der Unternehmensprozesse und des hierdurch gewonnen Verständnisses über die Geschäftstätigkeit Eine detaillierte und vollständige Prozessdokumentation ermöglicht die Erfassung sämtlicher wesentlicher Betriebsrisiken in den Haupt- und Unterstützungsprozessen (Einkauf, Verkauf, Produktion, Finanzen, Steuern, Personal, etc.) Steuerung und (frühzeitige) Überwachung der Unternehmensrisiken Steuerungs- und Entlastungsfunktion für Geschäftsführungs- und Überwachungsorgane (§§ 93 Abs. 1 S. 1 AktG, 43 Abs. 1 GmbHG) Erhöhung der Kreditwürdigkeit und Senkung der Kapitalbeschaffungskosten gegenüber Kapitalgebern Senkung der Abschlussprüfungskosten Die Neueinführung (oder erstmalige vollständige Dokumentation) eines rechnungslegungsbezogenen IKS kann in die nachfolgenden Projektphasen unterschieden (bei punktuellen Verbesserungen eines bestehenden IKS sind nur einzelne Tätigkeiten relevant) werden: Phase 1: Zielsetzung und Aufnahme Wesentlich für die Qualität des IKS ist die Einstellung der Geschäftsleitung und der Aufsichtsorgane (sofern vorhanden), welche sich wiederrum im Stellenwert des Steuerungs- und Kontrollsystem im Unternehmen wiederspiegelt. Die jeweilige Ausgestaltung und Tiefe ist dann u.a. auch abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell. Ausgehend von deren Zielsetzung (Ziele in Verbindung mit der internen und externen Berichterstattung) wird der Rahmen für Umfang und Tiefe des IKS bestimmt. Danach erfolgen eine IST-Aufnahme des bestehenden Kontrollsystems und ein Vergleich mit ausgewählten Benchmarks. Auf Basis eines Projektplans erfolgt sodann die...

Restrukturierung

Die Restrukturierungsberatung zählt sicherlich zu den anspruchsvollsten Beratungsfeldern in der Unternehmensberatung. Neben den betriebs- und finanzwirtschaftlichen sowie rechtlichen Fragestellungen besteht in Krisensituationen oft ein enormer Zeit- und Erwartungsdruck von Seiten der Share- und Stakeholder. In der Regel, sofern nicht ein entsprechend großes Beratungshaus alle Leistungen aus einer Hand bietet, können mehrere verschiedene Berater engagiert sein. In der Regel Unternehmens- bzw. Strategieberater, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Meistens findet der „Berater“ eine Situation vor, in der er zwischen den Parteien, auf der einen Seite die Unternehmensleitung bzw. dem bereits implementierten CRO (Chief Restructuring Officer) und anderseits oft mit den Vertreter von Banken vermitteln muss. Zum Schluss der Beratung erwartet der Auftraggeber bzw. die „Bank“ dann ein Sanierungskonzept. Es ist während des Prozesses der Erstellung darauf zu achten, sich regelmäßig mit den beteiligten Parteien abzustimmen. Je nach Unternehmensgröße wird in der Regel von den Auftraggebern bzw. den Banken dann ein IDW S 6 Konzept beansprucht bzw. bei kleineren Unternehmen wird auf oft ein Konzept in „Anlehnung“ an den Standard als ausreichend erachtet. Letztendlich entscheidet hier auch die Kostenfrage. Der IDW S 6 ist zwar sehr ausführlich, dennoch hatten sich in der praktischen Anwendung nicht selten Fragen ergeben, die im Standard selbst leider nicht beantwortet wurden. Beispielsweise wie mit kleinen und Kleinst-Unternehmen zu verfahren ist. Erfreulicherweise gibt es nun seit dem 22.08.2016 ein „F & A“ des IDW zum dem IDW S 6. Hier werden eine Vielzahl von Fragen beantwortet, die die praktische Anwendung des Standards erleichtern sollen. Für alle Praktiker ein zusätzliches Hilfsmittel, um in der hektischen Phase der Restrukturierung mit kühlem Kopf die richtigen Entscheidungen zu...

BilRUG – Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz...

Das BilRUG ist bekanntlich am 23.07.2015 Inkraftgetreten. Bei Gesellschaften mit Kalenderjahr identischem Geschäftsjahr, muss der Jahresabschluss zum 31.12.2016 zwingend nach den neuen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt werden. Nach unseren bisherigen Praxiserfahrungen stellte die Neudefinition der Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB n.F. für die von uns betreuten Unternehmen mit die größte Herausforderung dar. Die Umsatzdefinition nach dem ersten Kriterium innerhalb des § 277 Abs. 1 HGB n.F. “ Erlöse aus ….Produkten…“ führte in der Regel zu wenig Diskussionsbedarf. Wohingegen aber das zweite Kriterium für das Vorliegen von Umsatzerlösen „..aus der Erbringung von Dienstleistungen..“ zu kontroversen und regen Diskussionen führte. Beispielsweise liegen insbesondere bei Tochtergesellschaften in einem größeren (internationalen) Konzern regelmäßig die unterschiedlichsten Leistungs- und Verrechnungsbeziehungen sowie Konzernumlagen zwischen den verbundenen Unternehmen vor. Für diesen Themenkomplex ist auf Basis der bestehenden Vereinbarungen exakt zu bestimmen, ob tatsächlich eine DienstLeistung vorliegt. Zu beachten ist zudem, dass bei einem Fall der Erhöhung der Umsatzerlöse, bspw. aus der bisherigen Position der „sonstigen betrieblichen Erträge“ auch die entsprechenden damit zusammenhängenden Kosten untersucht und eventuell entsprechend neu ausgewiesen werden müssen. Dasselbe gilt zwischen den Bilanzpositionen „Forderungen“ und „sonstige Vermögensgegenstände“ bzw. der „Verbindlichkeiten“ und „sonstigen Verbindlichkeiten“. Es ist ferner zu berücksichtigen, dass es aufgrund von Ausweisänderungen auch zu entsprechend geänderten Bilanz-Kennzahlen kommen kann. Hier sollte bereits frühzeitig die Relevanz für eventuell bestehende „Covenants“ überprüft werden. Das BilRUG hat im Vergleich zum BilMOG sicherlich nicht die ganz große Bedeutung für die Bilanzierungspraxis, dennoch gibt es auch hier „spannende“...

DPR Prüfungsschwerpunkte 2017...

Die DPR (Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung – diese prüft die Rechnungslegung von kapitalmarktorientierten Unternehmen) hat auf Ihrer Webseite mit Datum vom 3. November 2016 die fünf Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2017 veröffentlicht (hinsichtlich der Details verweisen wir auf die Webseite der DPR). Drei Schwerpunkte wurden von der ESMA (European Securities and Markets Authorities) vorgegeben und zwei Prüfungsschwerpunkte von der DPR selbst bestimmt (Anteile an anderen Unternehmen, Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen). Den (Konzern-) Finanzabteilungen der betroffenen Gesellschaften ist zu empfehlen, sich bereits so früh wie möglich mit den fünf Prüfungsschwerpunkten auseinander zu setzen. Neben den eigenen Aufgaben wie bspw. der Klärung der Relevanz für das eigene Unternehmen bzw. Konzerns, der Auseinandersetzung mit den entsprechenden Rechnungslegungs-Standards und der evtl. Anpassung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sollte im Rahmen eines Projektmanagements geklärt werden, ob zusätzliche Informationen „aus dem Konzern“ notwendig sind. Hierbei ist zu entscheiden und entsprechend aufzuarbeiten, wer von wem welche Informationen benötigt und bis zu welchem Zeitpunkt diese vorliegen sollten. Des Weiteren wer nach Erhalt der Informationen diese prüft, auswertet und offene Fragen klärt. Bei dezentraler Erstellung/Prüfung von den Finanzabteilungen vor Ort sind diese entsprechend von der Konzernfinanzabteilung anzuleiten, so dass insgesamt ein einheitliches Vorgehen im Gesamtkonzern gewährleistet ist. Es ist leicht einsehbar, dass bei einem entsprechend verzweigten (internationalen) Konzern dieses Unterfangen sehr zeitintensiv werden kann. Zu beachten ist zudem, dass aktuell in vielen IFRS Finanzabteilungen ohnehin bereits Sonderprojekte in Bezug zur Einführung der großen neuen Standards wie IFRS 15 und IFRS 16 am Laufen sind. Somit ist neben den fachlichen und sachlichen Themen auch frühzeitig festzulegen, ob evtl. zusätzliche personelle Ressourcen notwendig sind. Voraussetzung ist natürlich, dass entsprechende externe Berater das notwendige Rechnungslegung-Know-How auf diesem Niveau mitbringen und das nicht nur in der Theorie, sondern bereits im Praxiseinsatz nachhaltig gezeigt haben. Auch hier gilt, sich frühzeitig...